In der Werkstatt Orgelbau Waltershausen

Klang offener und gedackter Pfeife

Am Sonnabend, dem 10. Juli 2021, begrüßte der Geschäftsführer der Orgelbau Walterhausen GmbH, Herr Stade, Mitglieder des Vereins Orgelfreunde der Hesse-Orgel

Ermstedt und andere Interessierte zu einer Besichtigung seiner Werkstatt. Gegenwärtig wird in der Werkstatt an der Restaurierung der Ermstedter Orgel gearbeitet. Darauf wollten wir Besucher gern einen Blick werfen. Denn der Besuch einer Orgelwerkstatt ist nicht nur nichts Alltägliches, sondern gerade dann etwas Besonderes, wenn die einheimische Orgel restauriert wird.

Herr Stade brachte uns Besuchern Wichtiges zum Orgelbau nahe, auch indem er uns an einzelnen Teilen deren Funktion demonstrierte. Wir bekamen eine Ahnung davon, welch vielfältiges Können und Wissen Orgelbauer haben müssen, eine Ahnung auch über ihre Kreativität und ihre Kunst, um ein solches Instrument zu bauen und erklingen zu lassen, das zu recht von Musikern aller Zeiten als Königin der Instrumente bezeichnet wird und deren Klang die Seelen der Menschen berührt.

Wir hörten von Herrn Stade einiges über die Geschichte des Orgelbaus und über die Entwicklungen sowohl hinsichtlich des Klangs als auch der Techniken und Verfahren im Orgelbau. Dazu gab es viele Fragen von den Besuchern, die Herr Stade ausgiebig und sehr verständlich beantwortete. Er war in seinem Element und wir ganz Ohr und Auge.

Mit großem Dank verabschiedeten wir uns und nahmen bereits die Anlieferung der bereits restaurierten Teile der Orgel in der Ermstedter Kirche in den Blick sowie im Herbst den Einbau der Mechanik und des Pfeifenwerks. Dann will Herr Stade vor Ort zeigen, wie im Speziellen unsere Orgel  mechanisch funktioniert.

Präsentation zur Orgelprospektrestaurierung

 

 Die Restaurierung des Orgelprospektes ist in vollem Gange.

Die TA war vor Ort und berichtete Tage später über die Restaurierung (Text und Foto von Lydia Werner).

Den Artikel geben wir Ihnen über diesen Link gern zur Kenntnis.

Wir, der Orgelverein und die Kirchengemeinde, sind sehr erfreut und dankbar, dass sich der Bundestag entschieden hat, für die Restaurierung unserer desolaten Hesse-Orgel 60.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm zur Verfügung zu stellen, und dass zugleich das Landesamt für Denkmalpflege dieses Vorhaben ebenfalls unterstützen wird und seinerseits 45.000 € beisteuern wird.

Über diese nicht alltägliche Förderung zur Erhaltung von Kulturdenkmalen und unsere Freude darüber berichtete die Tageszeitung Thüringer Allgemeine. Den Artikel können Sie über diesen Link lesen und auch ausdrucken.

Am 04. Juli 2020 startete unser Verein zusammen mit der Kirchengemeinde die Aktion "Orgelpatenschaften". Wir möchten über diese Aktion möglichst viele dazu interessieren, sich für diese Orgel und speziell für die Restaurierung des Orgelprospektes zu engagieren und dafür zu spenden.
Die Tageszeitung Thüringer Allgemeine berichtete am gleichen Tag über diese Aktion. Der Artikel kann über diesen Link ausgewählt, gelesen und auch ausgedruckt werden.

Viele Einzelheiten zu dieser Aktion können Sie unter dem rechten Menü "Orgelpate werden?" erfahren. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, eine Orgelpatenschaft sofort online zu übernehmen.

Am 8. Mai 2019 bekam der Verein und die Kirchengemeinde eine Pressemitteilung der Erfurter CDU- Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann, in der es unter anderem heißt:

"Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch beschlossen, dass die Hesse-Orgel in der St. Andreas Kirche zu Ermstedt mit 60.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm gefördert wird. Darüber informierte die Erfurt CDU-Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann.
'Die Kirche in Ermstedt, den engagierten Förderverein und die Kirchgemeinde konnte ich bei vielen Terminen kennenlernen. Ich freue mich, dass die ehrenamtliche Arbeit mit der Restaurierung der Orgel nun eine wichtige Unterstützung erhält. Seit fast vier Jahrzehnten ist das einzigartige Instrument leider stillgelegt und unspielbar. Für Gottesdienste und Konzerte soll die Orgel in Zukunft wieder spielbar gemacht werden und so das kulturelle Leben im Ort und der Region bereichern.' so Tillmann."

Wir als Verein sind über diese Entscheidung hoch erfreut. Damit ist die Restaurierung in greifbare Nähe gerückt. Wenn das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ebenfalls Mittel in der dort beantragten Höhe bewilligt, können wir den ersten von drei Bauabschnitten starten. Das beflügelt uns in unseren Bemühungen, das Spendenaufkommen weiter zu erhöhen, damit dieses schöne und wertvolle Instrument zu unser aller Freude bald wieder erklingen kann.