Die ganze Kirche voll Gesang
Der „Sommerspaziergang“, eine Reihe von Konzerten am Ende des Ausbildungsjahres, führte 80 junge Sängerinnen und Sänger der Chorakademie am 7. Juni in die St. Andreas Kirche nach Ermstedt.
Drei Chorklassen stellten ihr Können vor.
Die Gruppe der 1.-4. Klasse (Kinderchor I) eröffnete das Konzert mit Liedern, in denen es vornehmlich um Tiere ging. Angefangen mit einem Scherzlied über den schleichenden Fuchs sangen sie von der Hummel (Bumblebee), der lauernden Spinne, dem Specht, dem es vom Hacken an einer Mauer schlecht war und vom Igel, den große Tiere nie unterkriegen, aber die kleinen Flöhe ordentlich zu piesacken vermögen. Es folgten drei Frühlingslieder des tschechischen Komponisten Petr Eben. Dann verabschiedeten sich die „kleinen“ Sängerinnen und Sänger mit „Dodi Li“ (hebräisch: „Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein“ aus dem Hohelied Salomos), vertont von Nira Chen.
Der Kinderchor II (Sängerinnen und Sänger der 5.-8. Klasse) sangen Lieder in mehreren Sprachen: das Vaterunser in Lateinisch, ein weiteres Lied mit den Gesten der Gebärdensprache und ein drittes in Englisch und Estnisch.
Es folgten a capella gesungen die Volkslieder „Hab mein Wagen vollgeladen“ und zusammen mit dem Jugendchor „An der Saale hellem Strande“. Gänsehautfeeling!
Die Chorgruppen sind, das ist eines ihrer Markenzeichen, immer in Bewegung; es gibt für einzelne Lieder ganze Choreographien und Geräuschkulissen (großartig: „Mein Hut, der hat vier Ecken“). Erneut Gänsehautfeeling bei Lennart Cohens „Halleluja“ und Max Regers „Nachtlied“ (Text von Petrus Herbert, 1566). Nicht nur in diesem Lieder-Block erlebten die Konzertbesucher zwei weitere Markenzeichen der Chorakademie: die Stil-Sicherheit und Stil-Vielfalt.
Den von den Moderatoren geäußerten Wunsch, mit dem Applaus zu warten bis zum Ende des jeweiligen Lieder-Blocks, konnten die Konzertbesucher einfach nicht erfüllen. Dafür waren die Leistungen aller Gruppen zu toll, die Hände applaudierten von ganz alleine.
Den Schlusschor aus dem Musical „Grease“: „We Go Together“ gab es zum bejubelten Finale. Die ganze Kirche war voll Gesang und Bewegung. Mit besonderem Applaus wurden Alexander Ebert (Klavier), Christopher Bell und Chorleiterin Cordula Fischer bedacht, die übrigens die Choreographie zu „Grease“ voll mitgetanzt hat!
Zum a capella gesungenen Lied „Der Mond ist aufgegangen“ verließen die Sängerinnen und Sänger von Kinderchor II und Jugendchor dann langsam die Kirche.