Die Hesse-Orgel in der St. Andreas Kirche zu Ermstedt
Die Restaurierung unserer Hesse-Orgel wurde 2022 abgeschlossen. Wiedererstanden ist ein wunderbar klingendes Werk mit einem frisch erstahlenden Prospekt. Wenn auch der Weg dahin mitunter steinig war, so ist die Freude über die gelungene Restaurierung nun um so größer.
Am 22. September 2022 wurde sie in einem Festgottesdienst wieder eingeweiht und in Gebrauch genommen - nach über 50 Jahren des Schweigens und voller Dankbarkeit für dieses wiedergewonnene Kleinod.
Kontraste! 1. Konzert des 4. Ermstedter Musiksommers mit dem Akkordeonduo con:trust
Ermstedt kann stolz darauf sein, über den Orgelverein zum Eröffnungskonzert des 4. Ermstedter Musiksommers zwei Künstler eingeladen zu haben, die schon in Japan, Kanada und Amerika gastierten. Sogar im „Supertalent“, 16. Staffel 2024, waren sie zu erleben.
Wenn Nico Wieditz das Enfant terrible der Orgel ist, sind es Marius und Daniel für das Akkordeon.
Akkordeonduo con:trust 1
Akkordeonduo con:trust 2
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Als sich Marius Staible und Daniel Roth kennenlernten, waren sie 12 Jahre alt. Vor 10 Jahren gründeten sie ihr Akkordeon-Duo con:trust. Kontrast? Sind die beiden so verschieden? Ja und nein. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten verbindet das Akkordeon. Beide lieben es sichtlich, auf der Basis ihres klassischen Studiums die stilistische Vielfalt der Musik darauf auszureizen - ob beim „Supertalent“ oder „Jedermann“ im Weimarhallenpark.
Was sie uns zu hören gaben: Jedes Akkordeon ist ein ganzes Orchester!
Das von Daniel moderierte Konzert begann mit frühlingshaften Klängen: Rayo del Sol ist eine Eigenkomposition der beiden. Aus dem Bereich der klassischen Musik hörten wir ein Adagio von W.A. Mozart und den „Frühling“ von A. Vivaldi. Aber es gab auch ganz ungewohnte Klänge. Vom tonlosen „Fauchen“ des Balges bis zu sphärischem Pfeifen – in der Komposition von Euna Joh mit dem Titel „was, is, is to come“, die mit diesen drei Zeiten zu spielen scheint.
Klavier? Klavier „kann“ das Akkordeon auch. Beide haben Rachmaninow-Stücke für Akkordeon umgeschrieben, wir hörten einen Walzer. Dann endlich ein Tango.
Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die beiden musikalisch blind verstehen! Sie wissen das Können des jeweils anderen zu schätzen und zauberten an diesem Spätnachmittag mit ihrem Können vielfarbige Bilder in die Köpfe ihrer ca. 60 Zuhörer.
Der mdr berichtet über das Konzert im Thüringenjournal.
Advents- und Weihnachtslieder ungewohnt anders gesungen
Die bekannten Advents- und Weihnachtslieder kann fast jeder singen, so vertraut sind uns die Weisen. Als das a cappella Vokalensemble Singsang aus Erfurt in einem kleinen Konzert am 2. Advent etliche von ihnen vorgetragen hatte, da rieben sich manche Zuhörer erst mal die Ohren. Denn die 6 Sängerinnen und Sänger des Ensembles sangen die deutschen und internationalen Klassiker modern arrangiert. Sowohl rhythmisch als auch tonal klang vieles neu und doch vertraut, auch wenn die Stimmen gegeneinander liefen oder die Herren als Background-Sänger Instrumente imitierten.
Vokalensemble Singsang_1
Vokalensemble Singsang_2
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Das zahlreich erschienene Publikum hatte sich schnell hineingehört und ließ sich von der Begeisterung der Sängerinnen und Sänger anstecken. Mit viel Beifall bedankten sich die Zuhörer für ihr Können. Das Ensemble revanchierte sich mit einer Zugabe. Glücklich und zufrieden über dieses gelungene, stimmungsvolle Advents- und Weihnachtskonzert blieben die meisten draußen noch bei einem Pott Glühwein beieinander.
Humor und Witz des Heinz Erhardt - Benedikt Blum ließ ihn wieder aufleben
Zum öffentlichen Sommerfest des Vereins am „Tag des offenen Denkmals“ 2025 war nach dem Kaffeetrinken im Zelt vor der Kirche das Kirchenschiff gut gefüllt. Es war vielen ein Bedürfnis, wieder einmal in den Humor des Komikers, Kabarettisten und Dichters Heinz Erhardt eintauchen zu können. Kannten sie ihn doch noch aus Filmen und dem Westfernsehen der 50er bis 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und keiner, der kam, wurde enttäuscht.
Dafür sorgte Benedikt Blum. Er unterhielt das Publikum gekonnt ganz im Sinn und Stil von Heinz Erhardt– mit dessen unzähligen Wortspielen, verdrehten Redewendungen und dem spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache und brachte die Zuhörer immer wieder zum Lachen. Natürlich fehlte dabei auch nicht das Gedicht „Die Made“ und ebenso viele andere.
Benedikt Blum und Jürgen Adlung_1
Benedikt Blum und Jürgen Adlung_2
Benedikt Blum und Jürgen Adlung_3
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Und auch der renommierte Keyboarder Jürgen Adlung glänzte in diesem Programm. Er, der aufgrund seiner unübertroffenen Schnelligkeit auf den Tasten auch Mister Speedfinger genannt wird, begleitete musikalisch Benedikt Blum. Seine Boogie-Woogie-Musik begeisterte das Publikum, das dabei kräftig mitklatschte.
Freudig, beschwingt und dankbar blieben danach die meisten Besucher noch im Zelt vor der Kirche, um diesen Tag mit einer Bratwurst und Getränken in der spätsommerlichen Abendsonne ausklingen zu lassen.
Mit Können und Format - die Old Time Memory Jazzband in Ermstedt
Unverständlicherweise wurde diese Band aus Jena noch nicht in den Erfurter Jazz-Klub eingeladen, aber nun nach Ermstedt! Dort spielten am 22. August 2025 – stylish passend in Gehrock und Fliege - Thomas Kniese (Klarinette), Dietmar Jung (Posaune, Gesang), Dr. Christian Wegner (Banjo, Gitarre), Johannes Schlecht (Piano) und Rainer Pratzka (Tuba) unter der Leitung Gunnar Besen (Trompete, Gesang) ein Konzert voller Leckerbissen für Jazzkenner und -freunde. New Orleans Style, Chicago Style, sie gehen nun einmal in Hände und Füße und Herzen!
Old Time Memory Jazzband (1)
Old Time Memory Jazzband (2)
Old Time Memory Jazzband (3)
Old Time Memory Jazzband (4)
Old Time Memory Jazzband (5)
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Ob „Bernie’s Tune“, „Georgia Swing“, „Messin‘ around“, „Charleston“ oder „Tiger reg“ - das applausfreudige Publikum honorierte jede Solo-Improvisation und zum Finale, nach knapp 120 Minuten, gab es standing ovations.
Sehr erfreut zeigten sich die Bandmitglieder über die ausgezeichnete Akustik der Ermstedter Kirche und den frisch gestimmten Flügel. Sie kommen gerne wieder!
Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit
Unter diese Motto veranstaltete der Verein "Thüringer Orgelsommer" am 18. Juli ein Konzert in der Ermstedter St. Adreas Kirche. Neben Janus Graichen aus Arnstadt, einem jungen Orgelschüler von Theophil Heinke (Präsident des Vereins Thüringer Orgelsommer), spielte die Erfurterin Susanne Herre auf zwei eher ungewöhnlichen Instrumenten: der Viola da gamba und der Mandore. Sie unterrichtet diese und andere Instrumente am Erlanger Musikinstitut und erläuterte der großen Besucherschar die jeweiligen Besonderheiten.
Organist Janus Graichen
Susanne Herre mit Gambe
Susanne Herre mit Mandore
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Aufmerksame Gäste konnten übrigens feststellen, dass beide Instrumente auch auf den Bildtafeln der Orgelempore zu finden sind.
Janus Graichen spielte souverän vier Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Brahms, Mendelssohn, Müthel und Schumann). Die Stücke, die Susanne Herre ausgewählt hatte, stammen aus der Barockzeit (16.-17. Jahrhundert). Die Viola da gamba, klanglich eine Mischung von Cello und Gitarre, kann mehrstimmig gespielt werden. Es ist erfreulich, dass dieses Instrument heute wieder größeres Interesse findet. Die Mandore (eine Laute mit mandelähnlicher Form) soll auf Wunsch von Ludwig XIV gespielt worden sein, damit er besser einschlafen konnte. Bei den Konzertgästen war an diesem Abend eher das Gegenteil der Fall. Gespannt und neugierig lauschten sie dem viersätzigen Suite von Francoise de Chancy - man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören.
Beide Künstler bedankten sich mit einer gemeinsam gespielten Zugabe. Danach gab es am Getränkebuffet des Ermstedter Orgelvereins noch die Gelegenheit zu Gesprächen mit beiden.
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